Ein spannendes Erlebnis war übrigens unsere erste Seminarreise. Und was soll ich sagen? Es war alles so… anders. Gerade hatte ich mich an den Büroalltag gewöhnt, an den Kontakt zu meinen neuen Kollegen – und auf einmal sollte ich mit 20 anderen FSJlern über meine Probleme reden, alle gleichzeitig kennen lernen und nebenbei mein FSJ nach zwei Wochen reflektieren?

Das war ein bisschen zu viel für mich. Ich bewundere im Nachhinein meine Seminarleiterin und unsere Teamer. Ich glaube, es ist kein Leichtes, 20 sich völlig fremde junge Menschen einander näher zu bringen – und das in einer Woche. Schließlich gibt es „nur“ fünf dieser Wochen und zwischen den Seminarreisen sehen sich die Teilnehmer untereinander nicht zwangsläufig.

Die erste Seminarfahrt beinhaltete diverse Kennenlernspiele, aber auch Gruppenkooperationsspiele. Und die haben es echt rausgehauen. Die Aufgabe als Gruppe ein gemeinsames Problem zu meistern, das schweißt unglaublich zusammen. Nach meinen anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich schließlich doch eingefunden und mit der neuen Umgebung arrangiert, und auch gleich neue Freunde gefunden. Ich finde es total wichtig, diese Freunde gefunden zu haben, denn sie erleben Ähnliches wie ich, dadurch dass wir die Gemeinsamkeit des FSJ haben und man kann sich austauschen.

Mit den Kollegen im Büro ist der Austausch einfach ein anderer, ein guter, aber ein anderer. Auf der Seminarreise wurden auch unsere Kleingruppen eingeteilt. Diese drei Kleingruppen bleiben jede der fünf Wochen bestehen und dienen zum Austausch über die Einsatzstelle. Man redet über konkrete Situationen in der Einsatzstelle und bespricht mögliche Lösungen in Konfliktsituationen.

Auch wenn es zu Anfang meines Textes nicht den Anschein machte, aber die Seminarfahrten sind wirklich ein sehr schöner Teil des Jahres, wenn man sich erstmal darauf eingelassen hat. Man kann sehr viel davon mitnehmen und bekommt auch mal eine Auszeit vom ganzen Rest.

Was auf den nächsten Seminarfahrten so passiert ist, das könnt ihr schon bald hier lesen…

Bis dahin, alles Gute!

Eure Rita.