Mittlerweile waren alle Gruppen auf ihrem vierten Seminar, bald stehen die Abschlussseminare an. Doch vorher könnt ihr hier noch mehr über die Woche von Gruppe 5 lesen, einer der Freiwilligen hat seine Eindrücke von der Woche aufgeschrieben:

Ein Seminar zu reflektieren ist nicht immer ganz so einfach, weil während einer Woche so viel passiert was sich von der gewohnten Arbeit unterscheidet, dass den Überblick zu behalten manchmal nicht wirklich möglich ist. Denn das Seminar als Treffen fernab der Arbeit dient eigentlich immer dem reflektieren der Arbeit und des bisherigen Jahres, bietet aber auch die Möglichkeit sich mit einem Thema intensiv zu befassen, sich mit den Leuten aus anderen Freiwilligendiensten auszutauschen und ein positives Erlebnis zu gestalten, da, dadurch das es bereits das vierte von fünf Seminaren war, viele der anderen Freiwilligen zu Freunden geworden sind und sich die Gruppe generell als eine Gemeinschaft definieren lässt.

Das fing bei der Zugfahrt zum Bildungshaus an, und zog sich eigentlich durchgehend durch die gesamte Woche, die an manchen Stellen auf Grund der Komplexität des Themas (Weltpolitik) relativ anstrengend war, da Trump, die Flüchtlingskrise oder die Politik im allgemeinen schwierige Themen sind, die, wenn man sich wirklich intensiv mit ihnen befassen möchte, ein gewisses Grundwissen voraussetzen, dass sich nun mal nicht groß anders als durch Frontalunterricht näherbringen lassen. Das war aber in Ordnung, weil diese Einheiten durch Warm Ups, Kaffee/Kuchenpausen, Mittagessen und (bedingt durch das schöne Wetter) Freizeit an der frischen Luft gut aufgelockert werden konnten.

Zudem nutzten wir unsere Kenntnisse um ein Planspiel zu simulieren, das versuchte die Schwierigkeit der Einigung verschiedener Parteien zu vermitteln. Generell ist das Zeitgefühl auf dem Seminar immer ein sehr merkwürdiges, weil es teilweise wechselt von schleichend langsam bis zu rasend schnell und man am Ende der Woche zurückblickt und nicht so wirklich beschreiben kann, wie man jetzt hierhergekommen ist.

Für mich ist das immer der Mittwoch, an dem die Sprecher den Bunten Abend mit der Gruppe und dem Team besprechen, weil der letzte Abend (Freitag wird ja schon Vormittags abgereist) immer etwas Besonderes sein soll. Der Donnerstag wurde dann durch den Besuch eines Referenten sowie des Jugendpastors geprägt, der insgesamt als sehr positiv aufgenommen wurde. Dabei lernten wir uns gegen Stammtischparolen zu wehren und durchzusetzen, simulierten sehr unterhaltsame Stammtische und feierten Abends gemeinsamen Gottesdienst, der mit Grillen unter freiem Himmel und von Musik untermalten Gesprächen beendet wurde.

Der Freitag war dann fast schon etwas melancholisch, da sich alle voneinander verabschieden und alle betonen wie schön sie es doch fanden, was sich aber fairerweise auch nicht leugnen lässt. Und auch wenn es natürlich Dinge gibt die einem nicht so gut gefallen, Personen, die einen ab und zu stören, so bleibt das Seminar doch immer als befreiende Woche im Gedächtnis, die Freiwilligen hilft mit neuer Motivation in ihre Arbeit zu starten.