Wie kommt man eigentlich dazu, sein FSJ in der Stabsstelle Medien zu machen?! FSJ, da denkt man ja eher an den Kindergarten, das Altenpflegeheim oder gar ein Kinderheim. Manche entscheiden sich auch für das Krankenhaus. Aber „Stabsstelle Medien“? Das ist nicht die erste Assoziation mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr.

Wenn man ein FSJ machen möchte, sucht man sich zunächst einen Träger aus. Gesagt, getan. Mein Träger ist also das Erzbistum Hamburg. Zunächst schreibt man eine Bewerbung. In der Bewerbung kann man bereits Angaben bezüglich der Wunscheinrichtung angeben. Dann wird man zu einem Bewerbungsgespräch im Fachbereich Freiwilligendienste eingeladen. Mit anderen FSJ-Bewerbern tauscht man dann Erwartungen an das FSJ aus. Daran anschließend bespricht man mit einer Fachkraft aus dem Bereich Freiwilligendienste im Erzbistum Hamburg, wohin man möchte. Es werden verschiedene Einsatzstellen vorgeschlagen, man sagt, was man sich vorgestellt hat und gemeinsam sucht man dann nach einer geeigneten Einrichtung.

Mein erster Wunsch war eigentlich der Kindergarten. Das hab ich mir total toll vorgestellt: Kindergarten, kleine, niedliche Geschöpfe Gottes, die den ganzen Tag betreut werden möchten. Im Vorstellungsgespräch wurde trotzdem auch diese andere Stelle angeboten. „Irgendwas mit Kirchenzeitung“, erzählte ich meinen Eltern am Abend. „Da musst du hin, Kind!“, war die Reaktion. Aber Stabsstelle Medien? Da konnte ich erstmal nichts mit anfangen, mir nichts drunter vorstellen. Ich blieb also bei meinem Kindergartenplan.

Nach einem weniger erfolgreichen Probearbeitstag im Kindergarten habe ich dann im Büro der Freiwilligendienste angerufen. Das mit dem Kindergarten liegt mir wohl einfach nicht. Vielleicht sollte ich doch einen anderen Weg einschlagen. Ob denn die Stelle bei „dieser Kirchenzeitung“ noch frei sei. Es wurde mir bestätigt, und kurzer Hand hatte ich einen Probearbeitstag hier in der Stabsstelle. Und ich war begeistert. Alles schien zu mir zu passen. Nicht nur, dass das Büro einen fantastischen Blick auf den Mariendom hat, nein, die Leute waren offen und freundlich, meine Aufgaben hörten sich vielseitig und interessant an, und ich hatte endlich etwas gefunden, wo ich meine Begeisterung für Sprache und Literatur ausleben konnte. Und so bin ich hier gelandet. In der Stabsstelle Medien.

Eure Rita.